Ohne starke Verbraucher keine starke Wirtschaft, weil...

Stimmen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft, der Wissenschaft, den Gewerkschaften, der Gesellschaft und anderen Interessensvertretungen gefragt, warum auch sie sagen, dass starke Verbraucher wichtig für eine starke Wirtschaft sind.

Quelle: ifo Institut - Romy Vinogradova

Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest
Präsident ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.

Ohne starke Verbraucher gibt es keine starke Wirtschaft, weil Produktivität kein Selbstzweck ist, sondern Menschen dienen soll.

Quelle: Richard Westebbe

Kerstin Haarmann
Bundesvorsitzende Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)

Ohne starke Verbraucher gibt es keine starke Wirtschaft, weil sie dafür sorgen, dass nur wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen überleben. Verbraucherinnen kurbeln die Innovationsfreude von Wirtschaft und Gesellschaft an. Deshalb wird es einen gut ausgebauten und pünktlichen ÖPNV nur mit wachen Verbrauchern geben.

Quelle: Kay Herschelmann

Frank Werneke
Vorsitzender ver.di, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Ohne starke Verbraucher gibt es keine starke Wirtschaft, weil es ohne ihre Nachfrage keine Umsätze gibt – dafür brauchen sie als Arbeitnehmer*innen gute Löhne, ordentliche Tarifverträge und soziale Absicherung. Starke Arbeitnehmer*innen sind auch starke Verbraucher*innen, dafür setzt sich ver.di mit dem vzbv ein.

Quelle: HDE/Hoffotografen

Stefan Genth
Hauptgeschäftsführer, Handelsverband Deutschland HDE e.V.

Ohne starke Verbraucher gibt es keine starke Wirtschaft, weil sie der Motor wirtschaftlicher Entwicklung sind. Es gilt daher, ihre Autonomie zu schützen. Denn nur freie, informierte Verbraucher sind starke Marktteilnehmer und damit starke Vertragspartner für die Wirtschaft.
Mit verlässlichen Informationsmöglichkeiten können wir sie in ihrer Entscheidungsfindung unterstützen. Der Handel vertraut und zählt auf die eigenverantwortliche Stärke der Verbraucher.

Quelle: Dirk Vogel

Nina Wolff
Vorsitzende Slow Food Deutschland

Ohne starke Verbraucher*innen gibt es keine starke Wirtschaft, weil diese in Anbetracht der globalen Herausforderungen aus resilienten, kleinteiligen Netzwerken bestehen muss; mitgetragen von aufgeklärten und selbstbewussten Menschen, die sich um den wahren Wert der Dinge sorgen und zu Mitgestalter*innen einer sozial, ökologisch und ökonomisch tragfähigen Wertschöpfung werden.

Quelle: EBD/K. Neuhauser

Bernd Hüttemann
Generalsekretär der Europäischen Bewegung Deutschland e.V.

Ohne starke Verbraucher gibt es keine starke Wirtschaft, weil die 450 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten die Kraft des europäischen Binnenmarkts ausmachen. Eine starke Wirtschaft, das sind wir alle. (Europa-)Politik schafft nur auf Augenhöhe aller Beteiligten und Betroffenen Vertrauen.

Quelle: Alexander Paul Englert

Jörg Hofmann
Erster Vorsitzender der IG Metall

Ohne starke Verbraucher gibt es keine starke Wirtschaft, weil Produktion ohne Konsum wie Fußball ohne Tore ist. Auch Industrie ist kein Selbstzweck; sie dient dem Bedarf der Menschen, ihrem Wohlbefinden, ihrer Lebensfreude, ihrer Sicherheit, aber auch gesunder Umwelt und Klimaschutz. Darin findet auch Industrie-Arbeit ihren Sinn, daraus ziehen auch Beschäftigte ihre Motivation.
Und: Beschäftigte sind immer auch Verbraucher. In unserer Gesellschaft braucht es gute, das heißt: anständige bezahlte Arbeit mit guten Arbeitsbedingungen in tarifgebundenen Betrieben. Das sind die besten Voraussetzungen für starke Verbraucher - und damit letztlich auch für eine starke Wirtschaft.

Quelle: Andreas Döring/ VCI

Wolfgang Große Entrup
Hauptgeschäftsführer, Verband der Chemischen Industrie e.V.

Ohne starke Verbraucher wird es keine starke Wirtschaft geben, weil starke Verbraucher Innovationen in Richtung zukunftsfähiger, nachhaltiger Lösungen vorantreiben.

Die größte Innovationswirkung lässt sich erzielen, wenn man statt auf deutsche Alleingänge auf europäische Lösungen setzt.

Quelle: Thomas Pritschet

Christian Rach
Fernsehkoch

Ohne starke Verbraucher gibt es keine starke Wirtschaft. Wir haben es selbst in der Hand. Wir haben als Verbraucher die Macht. Wir können den Produzenten sagen, was wir nicht wollen. Wir können den Produzenten sagen, was wir wollen. Und genau das sollten wir tun: z. B. keine Umweltgifte in unseren Lebensmitteln, artgerechte Tierhaltung, faire Preise für Erzeuger, nachhaltige Produktion, Vermeidung von Plastik und vieles mehr. Der Verbraucher hat die Macht: Nutzen wir sie.

Quelle: Bundesverband deutscher Banken/Hoffotografen

Andreas Krautscheid
Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Vorstands Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB)

Ohne starke Verbraucherinnen und Verbraucher gibt es keine starke Wirtschaft, weil wir am Beginn einer umfassenden Transformation zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem stehen. Dieser Wandel wird nur gelingen, wenn er von allen mitgetragen wird. Durch ihre Entscheidungen können Verbraucherinnen und Verbraucher mächtige Impulse für Unternehmen setzen, den richtigen Weg einzuschlagen. Einen, der zu nachhaltigem Wohlstand für kommende Generationen führt.

Quelle: Helge Krückeberg

Michael Vassiliadis
Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie

Ohne starke Verbraucher gibt es keine starke Wirtschaft, weil nur mit ihnen nachhaltiges Wachstum und eine erfolgreiche Transformation gelingen kann. Die „Verbraucher“ der Vergangenheit sind heute eher „Führungskräfte“ des Wandels. Sie sind die Personifizierung des anonymen Marktes, sind mehrheitlich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und haben ein umfassendes Interesse an guten Produkten, die soziale und ökologische Verträglichkeit garantieren.

Für eine neue Verbraucherpolitik: Fair, krisenfest, nachhaltig

Gute Verbraucherpolitik liefert Antworten auf die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie und Lösungen für die Probleme, vor denen die Menschen tagtäglich in ihrem Konsumalltag stehen. Sie beschreibt die benötigten Weichenstellungen, um dem Klimawandel zu begegnen und die Digitalisierung zu gestalten. Dafür braucht es Mut und Ideen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Und es erfordert eine Politik, die Zuversicht schafft und den Zusammenhalt fördert.

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