Warum es ohne starke Verbraucher keine starke Wirtschaft geben kann

Verbraucherrechte müssen gestärkt werden, damit die Menschen auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung vertrauen können, von der sie selbst kurz-, mittel- und langfristig profitieren. Die Politik muss deutlich machen, dass die Wirtschaft nicht um derer selbst willen, sondern zum Wohle aller gefördert wird. Neben den Unternehmen auf der Angebotsseite müssen auch die Verbraucher auf der Nachfrageseite gestärkt werden. Nur wenn die Menschen positiv in die Zukunft schauen, genügend Geld in der Tasche haben und selbstbestimmt entscheiden können, werden sie ihr Geld auch ausgeben. Verbraucher müssen sich auf starke Rechte verlassen können, die auch in Krisenzeiten Bestand haben und die durchgesetzt werden.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sieht bei der Krisenbewältigung und mit Blick auf die nächste Legislaturperiode vier Dimensionen, in denen Handlungsbedarf besteht und für die im Forderungspapier mit den Leitlinien zur Bundestagswahl politische Lösungsvorschläge gemacht werden.

  1. Verbraucher müssen in ihren Rechten gestärkt werden und bestehende Rechte dürfen nicht untergraben werden. Starke Verbraucherrechte sorgen auch für eine starke Wirtschaft, in der die Unternehmen profitieren, die ihre Leistungsversprechen einhalten und sich an die Regeln halten.
  2. Die Verbraucherpolitik muss alle Lebensbereiche in den Blick nehmen. Die Krise wirft ein Schlaglicht auf bestehende Probleme und Lücken, bei denen jetzt angesetzt werden muss – von der Altersvorsorge über Ernährung, Gesundheit und Pflege bis zum Wohnen.
  3. Die aktuelle Lage muss genutzt werden, um Weichenstellungen für eine mittel- und langfristige Entwicklung zu setzen, die den Klimawandel bremst und nachhaltigen Konsum erleichtert. Politische Schnellschüsse, die veraltete Technologien am Leben halten und strukturellen Wandel verhindern, müssen vermieden werden.
  4. Der digitale Wandel wurde durch die Corona-Krise weiter beschleunigt. Dafür sind dringend Regeln notwendig, die Raum für Innovation und Entwicklung bieten und gleichzeitig die Privatsphäre und Selbstbestimmung der Verbraucher schützen. Starke Verbraucherrechte befähigen jeden Einzelnen. Sie geben den Unternehmen eine Chance, die sich verantwortlich verhalten und deren Geschäftsidee nicht allein auf Profitmaximierung, Ausbeute und Abzocke ausgerichtet ist. Starke Verbraucherrechte zeigen einen Weg, Wirtschaft und Gesellschaft krisenfester, fairer und nachhaltiger zu gestalten.

Download: Leitlinienbroschüre

Leitlinienbroschüre des vzbv zur Bundestagswahl 2021

Leitlinienbroschüre des vzbv zur Bundestagswahl 2021

Leitlinienbroschüre: Für eine neue Verbraucherpolitik: Fair, krisenfest, nachhaltig

Ansehen
PDF | 4.2 MB

Weitere Inhalte des vzbv zur Bundestagswahl

Foto von Klaus Müller, Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband

Quelle: Corinna Guthknecht - vzbv

Müllers Meinung

Einmal im Monat kommentiert der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) Klaus Müller aktuelle politische Debatten zur Bundestagswahl aus Sicht der Verbraucher.

Mehr erfahren
Collage: Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft

Quelle: Diverse, siehe https://starke-verbraucher/ohne-starke-verbraucher-keine-starke-wirtschaft

Ohne starke Verbraucher keine starke Wirtschaft, weil...

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft, der Wissenschaft, den Gewerkschaften, der Gesellschaft und anderen Interessensvertretungen gefragt, warum auch sie sagen, dass starke Verbraucher wichtig für eine starke Wirtschaft sind.

Mehr erfahren
Illustration: Querschnitt von Verbraucher:innen, Gebäude des vzbv

Quelle: DMKZWO

Die 11 Kernforderungen des vzbv zur Bundestagswahl

Für eine neue Verbraucherpolitik: Der Verbraucherzentrale Bundesverband zur Bundestagswahl 2021

Mehr erfahren